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Dienstag, 19. März 2013

Videoprojekt zum Thema Angststörungen im Jugendalter – TeilnehmerInnen gesucht


Presse NRW


Videoprojekt zum Thema Angststörungen im Jugendalter – TeilnehmerInnen gesucht

Angst ist eine lebensnotwendige Reaktion auf bedrohliche Situationen und damit ein wichtiger Bestandteil des Gefühlslebens. Aber was passiert, wenn aus der angemessenen Angst eine krankhafte Angst wird?

Die Symptome starker Angst sind vielfältig und reichen von Schwindel, Erstickungsgefühlen und Herzklopfen bis hin zu Panikreaktionen und Sterbensängsten. Treten diese Symptome häufig und ohne angemessenen Auslöser auf, spricht man von einer Angststörung. Häufige Folgen sind Vermeidungsverhalten, sozialer Rückzug und Angst vor der Angst. Dieser Teufelskreis ist ohne professionelle Hilfe kaum zu durchbrechen. Unbehandelte Ängste führen zu tiefgreifenden Störungen der Persönlichkeitsentwicklung.

In diesem Filmprojekt geht es um Angststörungen im Jugendalter. Gesucht werden Jungen und Mädchen zwischen 14 und 21 Jahren (in Ausnahmefällen auch etwas jünger oder älter), die an einer Angststörung leiden und darüber berichten möchten. Wie sehen eure Ängste aus, was erlebt ihr dann? Welche Folgen haben diese Ängste in eurem Alltag? Wie gut kennt ihr eure Störung? Welche Hilfe bekommt ihr? Wie versucht ihr, mit diesen Ängsten umzugehen? Welche Auswege gibt es? Diesen und vielen weiteren Fragen wird dieses Projekt nachspüren. Der Film bietet Betroffenen die Möglichkeit, sensibel und einfühlsam begleitet sich selbst unzensiert und unkommentiert zu thematisieren. Es geht darum, das Thema aus der Sicht von Betroffenen zu zeigen, subjektiv und selbstbestimmt.

Die Suche nach Interessierten findet schwerpunktmäßig in Nordrhein-Westfalen und den Nachbarregionen statt. In Ausnahmefällen ist auch eine überregionale Teilnahme möglich.

Interessenten können sich direkt an den Projektleiter vom Medienprojekt Wuppertal Christoph Müller wenden:
c.mueller@medienprojekt-wuppertal.de 





© 2013 Medienprojekt Wuppertal

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Medienprojekt Wuppertal
Jugendvideoproduktion und -vertrieb

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www.medienprojekt-wuppertal.de

Freitag, 1. März 2013

DGT-THEATERNEWS-GELDGOTT//CHOR DER EMPÖRTEN, Letzte Gelegenheit!




Presse NRW

LIEBE FREUNDE DES DEUTSCH GRIECHISCHEN THEATERS,

Letzte Gelegenheit! 

Im März spielen wir zum letzten Mal unsere erfolgreiche Inszenierung:

GELDGOTT//CHOR DER EMPÖRTEN

Ein Lustspiel von  Kostas Papakostopoulos 

nach PLOUTOS von Aristophanes

am 13., 14., 15. und 17. März 2013 um 20:00 Uhr in der studiobühneköln, Universitätsstraße 16A, 50937 Köln

Eine Koproduktion des Deutsch Griechischen Theaters Köln mit der studiobühneköln

Kartenvorbestellungen unter DGT, Tel.: 0221 - 421283 oder bei der studiobühneköln Tel: 0221 - 4704513 

Weitere Informationen zu GELDGOTT und zum DGT finden Sie auf unserer Homepage: www.dgt-koeln.de


Ein Geist geht um in Europa... und ein Ruf: „Empört euch!“ Transparente, Sprechchöre, öffentliche Diskussionen, Flashmobs, brennende Autos. Auf dem Syntagma-Platz in Athen, an der Puerta del Sol in Madrid, auf dem Europaplatz in Frankfurt. Aber auch sie gehören dazu: Javier Manuel aus Zaragoza, der von einer besseren Zukunft seiner Kinder in Deutschland träumtTonia aus Thessaloniki, die Europa die Schuld für die Schließung ihres Friseursalons gibt, oder Klaus, der vorm heimischen PC den Austritt Deutschlands aus dem Armenhaus EU fordert. Ihre stillen Ängste und ihr lauter Protest in einem von „Banken-“ und „Schuldenkrise“ geschüttelten Europa sind die Grundtöne im neuen Lustspiel von Papakostopoulos, in dem antike Komödie auf Dokumentartheater trifft.

Konzeption & Regie: Kostas Papakostopoulos
Bühnenbild & Kostüme: Zezo Dinekov
Musikkomposition: Herbert Mitschke
DramaturgieFlorian Meyer, Cagatay Basar
LichtMartin Haag
RegieassistentinNina Schlegelmilch
Mit: Tonia Adrianaki, Knud Fehlauer, Thomas Franke, Anne Gehrig, Iordanis Grammatis, Lisa Sophie Kusz, Vassilis Nalbantis, Eli Pleß, Massimo Tuveri.

Herzlichst Ihr
Kostas Papakostopoulos
----------------------------------------------
Deutsch Griechisches Theater
Zülpicher Str. 218
50937 Köln
Tel.: +49-221-421283

ENDSPURT: ENERGIESPARMEISTER-WETTBEWERB FÜR SCHULEN

Presse NRW


Bis zum 13. März 2013 können sich Schulen bewerben / Das beste Schulprojekt in jedem Bundesland gewinnt / Zahlreiche Bewerbungen aus Nordrhein-Westfalen

Berlin, 25. Februar 2013. Schüler und Lehrer können sich noch bis zum 13.
März 2013 beim Energiesparmeister-Wettbewerb (www.energiesparmeister.de) mit ihren Klimaschutzprojekten bewerben. Erstmals zeichnet die vom Bundesumweltministerium geförderte Kampagne „Klima sucht Schutz“ in diesem Jahr das beste Energiesparprojekt in jedem Bundesland aus. Schon jetzt ist die aktuelle Bewerbungsrunde ein voller Erfolg. „Jeden Tag erhalten wir neue Bewerbungen von engagierten Schulen. Die Vielfalt der Projekte ist groß: Von Energiespardetektiven über Mülltrennungskampagnen bis hin zu Mobilitätsprojekten ist alles dabei“, sagt Steffi Saueracker, Projektleiterin des Schulwettbewerbs.
Einige Bundesländer sind besonders aktiv in Sachen Klimaschutz: „Bei den Bewerberzahlen liegt Nordrhein-Westfalen aktuell weit vorne“, verrät Saueracker. Jede der 16 Siegerschulen gewinnt ein Preisgeld in Höhe von 2.500 Euro sowie eine Videokamera mit Schnittprogramm. Die feierliche Preisverleihung, zu der alle Finalisten eingeladen werden, findet am 31. Mai 2013 auf der YOU, der Leitmesse für Jugendkultur, in Berlin statt.

Wird Nordrhein-Westfalen Bundessieger im Energiesparen?

Welche Schule den begehrten Titel „Energiesparmeister Gold“ erhält und damit nicht nur Bundessieger wird, sondern auch ein zusätzliches Preisgeld gewinnt, entscheiden Lehrer, Schüler und deren Freunde ab Mitte April via Internetabstimmung. Beistand beim Online-Voting erhalten die 16 Energiesparmeister von ihren Paten. Die Paten unterstützen den Wettbewerb und stehen ihren Patenschulen während des Votings kommunikativ zur Seite.
Die diesjährigen Paten des Wettbewerbs sind Albert Berner Deutschland GmbH, atmosfair gGmbH, Bionade GmbH, Bundesverband Solarwirtschaft e.V. im Rahmen der „Woche der Sonne“, Cofely Deutschland GmbH, eins energie in sachsen GmbH & Co. KG, HORNBACH-Baumarkt-AG, mp-tec GmbH & Co. KG, Panasonic Marketing Europe GmbH, Sparkassen- und Giroverband Hessen-Thüringen, Soledos GmbH und Thüringer Energie- und GreenTech-Agentur. Zusätzlich unterstützen den Wettbewerb Adobe Systems, A&O HOTELS and HOSTELS Holding AG, Giant Deutschland GmbH und Messe Berlin GmbH. Als reichweitenstarke Medienpartner agieren das bundesweite Schülermagazin Spiesser, das Naturkostmagazin Schrot & Korn sowie die Lehrerzeitung MINT Zirkel. Desweiteren wird der Wettbewerb von Deutschlandradio Kultur mit der Berichterstattung in der Sendung „Kakadu“ unterstützt.

Die Bewerbungsunterlagen sowie weitere Informationen zum Wettbewerb, zu den Projekten, der Jury und den Paten finden Sie unter http://www.energiesparmeister.de.

Über den Wettbewerb und die co2online gemeinnützige GmbH

Die gemeinnützige Beratungsgesellschaft co2online mbH setzt sich für die Senkung des klimaschädlichen CO2-Ausstoßes ein. Mit interaktiven Energiespar-Ratgebern, einem Energiesparkonto, Heizspiegeln, einem Klima-Quiz sowie Portalpartnern aus Wirtschaft, Medien, Wissenschaft, Politik und Verwaltung motiviert sie den Einzelnen, mit aktivem Klimaschutz auch Geld zu sparen. co2online ist Träger der vom Bundesumweltministerium geförderten Kampagne „Klima sucht Schutz“
(www.klima-sucht-schutz.de) und führt zum neunten Mal in Folge den erfolgreichen Energiesparmeister-Wettbewerb durch. Während der Wettbewerb zunächst Einzelpersonen auszeichnete, richtet er sich seit 2009 an herausragende Schul- und Schülerprojekte aus ganz Deutschland.

Kontakt

Sabine Käsbohrer
co2online gemeinnützige GmbH
Hochkirchstraße 9
10829 Berlin
Tel: 030 / 780 96 65 - 20


Impressum:
co2online gemeinnützige GmbH
Hochkirchstr. 9
10829 Berlin

Was die anderen Hochbegabten anders machen – ein Beispiel aus der Wirtschaft für die Politik

Man erkennt sie.


Es sind die kleinen Einsteins, die Picassos und die Mozarts. Sie lesen schon mit sechs Jahren „The New York Times“, korrespondieren mit fünf Jahren in Mandarin und spielen mit vier Jahren die Spatzenmesse in C-Dur. Später studieren sie dann bereits mit 14 an einer Uni und werden jüngster Professor oder jüngste Professorin.

Man kennt sie.

Dann gibt es noch die anderen.

Ihre Begabung ist nicht so offensichtlich. Oder: offensichtlich nur für Eingeweihte. Für Kennerinnen und Kenner. Wahrscheinlich stehen sie nicht in einem Labor. Ob sie mit dem Pinsel umgehen können? Seien Sie tapfer: Wohl eher nicht so. Ob sie eine Stradivari zu schätzen wissen? Hm.

Und doch haben sie ihre Begabung. Erkennbar wie gesagt fast nur für Eingeweihte.

Ein Beispiel: Ich war Mitglied in einem Verband, der das Wort „Wirtschaft“ in seinem Namen trägt. Es ging um ein Thema, das alle Menschen bewegt. Wirklich alle. Wirklich jeden. Es ging um Politik. Und um den Anlauf zu einem neuen Gesetz. Man diskutierte. Und fragte sich, wie man denn überzeugend argumentieren könnte.

Ich erwähnte den Gedanken einer Befragung. Sie kennen das: In jeder grösseren Stadt stehen diese Interviewer auf der grossen Einkaufsstrasse und wollen wissen, welche Zahnpasta, welches Waschmittel, welche Automarke Sie bevorzugen. Strasseninterviews nennen wir das. Wir, das sind meine Kolleg*innen aus der Marktforschung und ich. Ich hatte damals ein Institut für Markt- und Kommunikationsforschung. Unsere Klienten aus der Politik und Wirtschaft waren bekannt und angesehen und wir waren stolz darauf, für sie forschen zu dürfen.

In meinem Verband war das bekannt.

Ja. Sagte man: Eine Befragung auf der Strasse ist ein überzeugendes Argument. Wir – wer auch immer „wir“ sein sollte – wir stellen uns auf die Strasse und befragen die Menschen. Und dann geben wir – und das war der Sinn der Sache – das Ergebnis an den OB der Stadt. Einer von meinen Kollegen im Verband meinte dann: Ob wir wohl 50 Menschen dazu bewegen können, mit uns zu reden?

Wie, sagte ich: 50 Menschen?

Ja. Sagten die anderen. 50 Menschen wäre eine tolle Sache.

Klar sind 50 Menschen eine tolle Sache. Aber: Wie wollen wir einen OB mit den Stimmen von 50 Menschen motivieren, ein neues Gesetz in Gang zu bringen? Nach einer halben Stunde hatte man sich auf 100 Menschen geeinigt. Mit dem Zusatz: Ob wir das wohl schaffen werden?

Warum so zaghaft?

Die Jungs und Mädels, die hier zusammen sassen, waren die Menschen, die täglich über Millionen entschieden. Ihre Denkweisen waren nicht 100 oder 1.000. Es waren 1.000.000 und mehr!

Mir war klar, dass ich meine lieben Kolleginnen und Kollegen jetzt schockieren musste. Nicht weil ich Schocks mag – aber ich musste ihnen schon sagen, wie so etwas in der Realität funktioniert. Dass man an den verantwortlichen Stellen – sorry – 100 Menschen als Beweis nicht gelten lassen wird. Man wird schmunzeln und zur Tagesordnung übergehen.

Noch bevor ich den Gedanken: „Wie sag‘ ich es das denn jetzt?“ zu einem Satz modellieren konnte, war es raus:

1.000 INTERVIEWS!
1.000 Interviews?

Das Entsetzen war gross. Nur unser Präsident war begeistert. Und dann ging das los, was zumeist los geht, wenn ein Hochbegabter – eine Hochbegabte – eine Idee und einen Weg vor Augen hat: GEHT NICHT! FUNKTIONIERT NICHT! SCHAFFEN WIR NICHT! WIR SIND DOCH NICHT VERRÜCKT! WER SOLL DAS DENN ALLES ZAHLEN?

Ich hörte mir das eine Stunde an, während ich das Konzept schrieb, die Umsetzung des Konzepts plante und einen Entwurf für den Fragebogen entwarf. Unser Präsident hatte mich aus den Augenwinkeln beobachtet und rief mich auf – nach vorne zu kommen und die Einzelheiten zu präsentieren. Gesagt. Getan.
Wir fanden über 50 Mitglieder aus dem Wirtschafts-Verband, die mitmachten. Manager*innen, die ich mit meinem Team für diesen Einsatz schulte. Es waren wohl die Interviewer*innen mit den höchsten Stundenlöhnen, die hier und heute ehrenamtlich auf die Strasse gingen und sehr mutig die Menschen nach ihrer Meinung befragten.

Um Mitternacht hatten wir 1.037 Interviews geschafft. Alle von meinen Forscherkollegen und mir kontrolliert. Alle perfekt. Es war ein harter Job – aber selten habe ich ein Team von fast 100 „Mitarbeiter*innen“ so begeistert arbeiten gesehen.

Am nächsten Morgen wurde noch einmal kontrolliert. Und dann gingen die Fragebögen ins Rechenzentrum zur Uni. Ich schrieb dazu einen Bericht für die Präsentation. Mein Team zeigte einen bewundernswerten Einsatz. Und so konnte ich meiner Assistentin auch nicht die Bitte abschlagen, die Ergebnisse beim OB präsentieren zu dürfen.

Der OB schien sehr zufrieden. Und so wanderten unsere Ergebnisse weiter „nach oben“. Und so wurde aus unserer Idee der Beweis, dass die Menschen diese Verbesserung ihres Alltags wirklich wollten.

Schliesslich wurde aus dem Beweis ein Gesetz in Deutschland, das jedem Menschen den Alltag etwas besser macht. Zur Freude der Menschen.
Nein, so faszinierend wie ein Picasso ist dieses Gesetz nicht.

Aber es erleichtert seitdem allen Menschen ihr Leben. Und das Tag für Tag in Deutschland.

Wenn Sie Unternehmer*in sind: Gründen Sie einen Think Tank mit Ihren Hochbegabten und allen, die mutig sind und gross denken und handeln können. Dann sind Sie nicht nur Ihre Probleme los. Sie haben auch die Chance, die Welt ein bisschen besser machen zu können.

Was sagte John F. Kennedy in seiner Antrittsrede am 20. Januar 1961 in Washington, D.C.:

„Fragt nicht, was euer Land für euch tun kann - fragt, was ihr für euer Land tun könnt (…) fragt, was wir gemeinsam tun können für die Freiheit des Menschen.“ [1]

Lilli Cremer-Altgeld
Mobil 0049 1575 5167 001


Was die anderen Hochbegabten anders machen – ein Beispiel aus der Wirtschaft für die Politik

Man erkennt sie.


Es sind die kleinen Einsteins, die Picassos und die Mozarts. Sie lesen schon mit sechs Jahren „The New York Times“, korrespondieren mit fünf Jahren in Mandarin und spielen mit vier Jahren die Spatzenmesse in C-Dur. Später studieren sie dann bereits mit 14 an einer Uni und werden jüngster Professor oder jüngste Professorin.

Man kennt sie.

Dann gibt es noch die anderen.

Ihre Begabung ist nicht so offensichtlich. Oder: offensichtlich nur für Eingeweihte. Für Kennerinnen und Kenner. Wahrscheinlich stehen sie nicht in einem Labor. Ob sie mit dem Pinsel umgehen können? Seien Sie tapfer: Wohl eher nicht so. Ob sie eine Stradivari zu schätzen wissen? Hm.

Und doch haben sie ihre Begabung. Erkennbar wie gesagt fast nur für Eingeweihte.

Ein Beispiel: Ich war Mitglied in einem Verband, der das Wort „Wirtschaft“ in seinem Namen trägt. Es ging um ein Thema, das alle Menschen bewegt. Wirklich alle. Wirklich jeden. Es ging um Politik. Und um den Anlauf zu einem neuen Gesetz. Man diskutierte. Und fragte sich, wie man denn überzeugend argumentieren könnte.

Ich erwähnte den Gedanken einer Befragung. Sie kennen das: In jeder grösseren Stadt stehen diese Interviewer auf der grossen Einkaufsstrasse und wollen wissen, welche Zahnpasta, welches Waschmittel, welche Automarke Sie bevorzugen. Strasseninterviews nennen wir das. Wir, das sind meine Kolleg*innen aus der Marktforschung und ich. Ich hatte damals ein Institut für Markt- und Kommunikationsforschung. Unsere Klienten aus der Politik und Wirtschaft waren bekannt und angesehen und wir waren stolz darauf, für sie forschen zu dürfen.

In meinem Verband war das bekannt.

Ja. Sagte man: Eine Befragung auf der Strasse ist ein überzeugendes Argument. Wir – wer auch immer „wir“ sein sollte – wir stellen uns auf die Strasse und befragen die Menschen. Und dann geben wir – und das war der Sinn der Sache – das Ergebnis an den OB der Stadt. Einer von meinen Kollegen im Verband meinte dann: Ob wir wohl 50 Menschen dazu bewegen können, mit uns zu reden?

Wie, sagte ich: 50 Menschen?

Ja. Sagten die anderen. 50 Menschen wäre eine tolle Sache.

Klar sind 50 Menschen eine tolle Sache. Aber: Wie wollen wir einen OB mit den Stimmen von 50 Menschen motivieren, ein neues Gesetz in Gang zu bringen? Nach einer halben Stunde hatte man sich auf 100 Menschen geeinigt. Mit dem Zusatz: Ob wir das wohl schaffen werden?

Warum so zaghaft?

Die Jungs und Mädels, die hier zusammen sassen, waren die Menschen, die täglich über Millionen entschieden. Ihre Denkweisen waren nicht 100 oder 1.000. Es waren 1.000.000 und mehr!

Mir war klar, dass ich meine lieben Kolleginnen und Kollegen jetzt schockieren musste. Nicht weil ich Schocks mag – aber ich musste ihnen schon sagen, wie so etwas in der Realität funktioniert. Dass man an den verantwortlichen Stellen – sorry – 100 Menschen als Beweis nicht gelten lassen wird. Man wird schmunzeln und zur Tagesordnung übergehen.

Noch bevor ich den Gedanken: „Wie sag‘ ich es das denn jetzt?“ zu einem Satz modellieren konnte, war es raus:

1.000 INTERVIEWS!
1.000 Interviews?

Das Entsetzen war gross. Nur unser Präsident war begeistert. Und dann ging das los, was zumeist los geht, wenn ein Hochbegabter – eine Hochbegabte – eine Idee und einen Weg vor Augen hat: GEHT NICHT! FUNKTIONIERT NICHT! SCHAFFEN WIR NICHT! WIR SIND DOCH NICHT VERRÜCKT! WER SOLL DAS DENN ALLES ZAHLEN?

Ich hörte mir das eine Stunde an, während ich das Konzept schrieb, die Umsetzung des Konzepts plante und einen Entwurf für den Fragebogen entwarf. Unser Präsident hatte mich aus den Augenwinkeln beobachtet und rief mich auf – nach vorne zu kommen und die Einzelheiten zu präsentieren. Gesagt. Getan.
Wir fanden über 50 Mitglieder aus dem Wirtschafts-Verband, die mitmachten. Manager*innen, die ich mit meinem Team für diesen Einsatz schulte. Es waren wohl die Interviewer*innen mit den höchsten Stundenlöhnen, die hier und heute ehrenamtlich auf die Strasse gingen und sehr mutig die Menschen nach ihrer Meinung befragten.

Um Mitternacht hatten wir 1.037 Interviews geschafft. Alle von meinen Forscherkollegen und mir kontrolliert. Alle perfekt. Es war ein harter Job – aber selten habe ich ein Team von fast 100 „Mitarbeiter*innen“ so begeistert arbeiten gesehen.

Am nächsten Morgen wurde noch einmal kontrolliert. Und dann gingen die Fragebögen ins Rechenzentrum zur Uni. Ich schrieb dazu einen Bericht für die Präsentation. Mein Team zeigte einen bewundernswerten Einsatz. Und so konnte ich meiner Assistentin auch nicht die Bitte abschlagen, die Ergebnisse beim OB präsentieren zu dürfen.

Der OB schien sehr zufrieden. Und so wanderten unsere Ergebnisse weiter „nach oben“. Und so wurde aus unserer Idee der Beweis, dass die Menschen diese Verbesserung ihres Alltags wirklich wollten.

Schliesslich wurde aus dem Beweis ein Gesetz in Deutschland, das jedem Menschen den Alltag etwas besser macht. Zur Freude der Menschen.
Nein, so faszinierend wie ein Picasso ist dieses Gesetz nicht.

Aber es erleichtert seitdem allen Menschen ihr Leben. Und das Tag für Tag in Deutschland.

Wenn Sie Unternehmer*in sind: Gründen Sie einen Think Tank mit Ihren Hochbegabten und allen, die mutig sind und gross denken und handeln können. Dann sind Sie nicht nur Ihre Probleme los. Sie haben auch die Chance, die Welt ein bisschen besser machen zu können.

Was sagte John F. Kennedy in seiner Antrittsrede am 20. Januar 1961 in Washington, D.C.:

„Fragt nicht, was euer Land für euch tun kann - fragt, was ihr für euer Land tun könnt (…) fragt, was wir gemeinsam tun können für die Freiheit des Menschen.“ [1]

Lilli Cremer-Altgeld
Mobil 0049 1575 5167 001


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